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Erleben Sie einen Tag als Segelflieger auf dem Klippeneck, dem höchstgelegenen Segelfluggelände Deutschlands. Sieben Vereine bieten gemeinsam Mitflugmöglichkeiten und Informationen rund ums Segelfliegen. Dazu gehören auch die geschützten Biotope auf und an dem Klippeneck und geologische Besonderheiten am Südwestende der Schwäbischen Alb.
Ein Flugtag der anderen Art Abheben und frei sein – erleben, nicht nur zuschauen
Von Null auf 100 in vier Sekunden, beim Start dieses Kribbeln im Bauch spüren, und dann in 400 Meter Höhe endlich frei sein, nur noch das Rauschen des Fahrtwindes hören:
Das können Sie am Sonntag, den 12. September auf dem Klippeneck bei Denkingen, zwischen Rottweil und Tuttlingen, erleben. Von 10 Uhr bis Sonnenuntergang soll mit zwölf doppelsitzigen Segelflugzeugen gestartet werden, zwei Startwinden sind im Einsatz. Jeder Mitflieger wird am Boden gründlich eingewiesen.
Bei den „üblichen“ Flugplatzfesten mit Flugvorführungen aller Luftsportarten kommt das Segelfliegen selbst zu kurz. Dabei ist es die Hauptsportart der in der „Arbeitsgemeinschaft der Fliegergruppen auf dem Klippeneck“ zusammenarbeitenden Vereine aus Balingen, Oberndorf, Rottweil, Schwenningen, Trossingen, Spaichingen-Aldingen, Tuttlingen, Singen und Stuttgart. Das „etwas andere“ Veranstaltungskonzept, wesentlich vom Jugendförderverein des Klippenecks entwickelt, findet bei gutem Wetter regen Zulauf: fast 200 Segelflugstarts waren es beim letzten Mal. Die Flieger wollen informieren und den Besuchern aus der Umgebung zeigen, wie sie die „Barriere Flugplatzzaun“ ohne Gefahr für sich und den Flugbetrieb überwinden können.
In der Fahrzeughalle ist ganztags bewirtet, in einer der Flugzeughallen finden kleine Vorträge darüber statt, warum ein Flugzeug fliegt. Diashows und kleine Filme ergänzen das Programm in den Hallen. Ein Flugsimulator in echtem Segelflugzeug-Cockpit lässt Übungen am Boden zu. Im Freigelände werden Einblicke in die Technik und den Startbetrieb geboten: Flugzeuge aller Wettbewerbsklassen von 15 Meter bis über 25 Meter Spannweite, eine Startwinde zur Besichtigung.
Informationen gibt es zum Thema Ausbildung (ab 14 Jahre!) und Flugmöglichkeiten in den Vereinen – vom Übungs(lust)flug bis hin zum ambitionierten Streckensegelflug/Alpensegelflug. Auch die Drachenflieger aus Spaichingen und die Modellbaujugend aus Spaichingen präsentieren ihre großen und kleinen Fluggeräte.
Segelflieger sind Naturnutzer und -schützer
Segelflieger leben von den Gegensätzen in der Landschaft, da Hangkanten, Waldränder, aber auch Steinbrüche und Städte thermische und andere Aufwinde begünstigen. Mit einem Liter Diesel für den Windenstart sind mittlerweile Flüge von mehreren Hundert Kilometer Länge vom Klippeneck aus bei guter Thermik an der Tagesordnung.
Lebensraum Flugplatz – seit 80 Jahren wird das Klippeneck nur noch durch die Flieger und einen Schäfer genutzt. Beste Voraussetzungen für seltene Magerrasen; die Hangkante selbst ist Naturschutzgebiet. Einzigartig auf der Schwäbischen Alb: eine Fläche mit Flügelginster. Zusammen mit dem Fossilienpräparator Fritz Lörcher aus Dormettingen werden die Alb-Guides Zollernalb, eine Gruppe ausgebildeter Natur- und Landschaftsführer, zeigen, was es in und auf der heimischen Erde zu entdecken gibt.
Das Klippeneck mit seinen 980 m Höhe liegt in der ‚Region der 10 Tausender‘ am Westrand des Naturparks Obere Donau; auch bei sonnigem Wetter empfehlen erfahrene Flieger, lieber „einen Kittel mehr“ anzuziehen. Die Donaubergland Marketing und Tourismus GmbH Tuttlingen, in der seit neuestem auch der Baden-Württembergische Luftfahrtverband (BWLV) als Halter des Fluggeländes Mitglied ist, wird über die mit dieser besonderen Landschaft verbundenen Freizeit- und Tourismusangebote informieren. Heimische Angebote: dazu gehören auch Fleisch und Felle der Flugplatz-Schafe.
Weitere Einzelheiten und Anfahrskizzen sind im Internet unter www.klippeneck.de abzurufen. Flugplatz-Telefon am Tag der Veranstaltung 07424/1881. Eintritt und Parkplatz sind frei, der Schnupperflug im Segelflugzeug kostet 10 € (Selbstkostenpreis).
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