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Ausrüstung beim Segelfliegen |
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Geschrieben von Jufö Klippeneck
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Mittwoch, 21. Dezember 2005 |
Ausrüstung beim Segelfliegen Während Streckenflügen müssen Segelflieger über Stunden in ihrem engen Cockpit ausharren. Um möglichst sicher und lang fliegen zu können hat ein Pilot einiges an Ausrüstung dabei. Freund oder Feind? Die Sonne!  Ganz klar ist die Sonne als Energielieferant für die Aufwinde des Segelfliegers größter Freund. Jedoch muß er sich vor den negativen Auswirkungen ausreichend schützen. Die Cockpithaube filtert die hautschädlichen UV-B und -C-Strahlen aus, jedoch ist der Pilot fast über den gesamten Flug der Wärmestrahlung der Sonne ausgesetzt. Das ist auch der Grund, weswegen alle Segelflieger einen “Thermikhut” tragen und optimalerweise mit langen leichten Kleidern bekleidet sind - das schützt sie ganz einfach vor einem Sonnenstich. Die Sonnenbrille ist natürlich auch obligatorisch, um den Piloten vor Blendung zu schützen. Hier sind kontrastverstärkende Brillen sehr beliebt, da man mit diesen Gläsern den Himmel besser analysieren kann. Mobiltelefon Auch für Segelflieger sind Handies unglaublich praktisch. Nach einer Außenlandung muß man nicht lange nach einer Telefonzelle suchen, sondern kann direkt nach der Landung den Landeort seinen Rückholern durchgeben. Gerade in weniger dicht besidelten Gebieten ist das ein sehr großer Vorteil. Sicherheit geht vor Zwar ist die Anzahl der Not-Absprünge sehr klein, trotzdem nimmt ihn jeder mit: Den Fallschirm. Er stellt die letzte Rettung dar, wenn das Flugzeug - z. B. nach einen Zusammenstoß - nichtmehr steuerbar sein sollte. Bei Flügen im Hochgebirge haben Segelflieger für den Fall einer Außenlandung in unzugänglichem Gelände noch einiges mehr dabei: Rettungsdecke, Trillerpfeife, Taschenmesser, Feuerzeug,Lampe etc. Alles, damit man im Notfall auch eine Nacht im Gebirge verbringen und man leichter gefunden werden kann. Wasser! Sehr wichtig bei längeren Flügen ist natürlich die Flüssigkeitszufuhr, da sonst die Konzentrationsfähigkeit in den Keller geht. Wichtig dabei ist, daß der Pilot kein Cola oder ähnliches “Zuckerwasser” trinkt - das würde zwar einen kurzzeitigen Leistungsschub ergeben, danach würde sie aber wieder rapide und unaufhaltsam absinken.
Als Behältnis für das Getränk sind Trinksäcke im Gepäckraum sehr beliebt, wie man sie aus dem Outdoor-Bereich kennt, mit diesen Säcken gibt es keine Probleme wegen den Druckunterschieden in verschiedenen Höhen. Essen muß ein Pilot während eines langen Fluges natürlich auch. Hier gilt für Schokoriegel oder Bonbons das gleiche wie für Cola: “Schleck” darf sich der Pilot erst auf dem Endanflug gönnen und dann hilft er auch. Unterwegs sind vollwertige Produkte wie belegte Brote und Müsliriegel angesagt. Natürlich muß ein Pilot die aufgenommene Flüssigkeit auch während dem Flug wieder loswerden. Hier gibt es verschiedene Lösungsansätze, von der Tüte bis zur ausgereiften Bordtoilette gibt es hier alles.
Kartenmaterial Obwohl heute elektronische Navigationsgeräte längst zum Standard gehören, haben Segelflieger immer auch Karten dabei. Zum einen eine Karte, auf der die verschiedenen Lufträume und Informationen über Flugplätze dargestellt sind, zum anderen haben Piloten in bergigem Gebiet noch oft eine Karte mit kleinerem Masstab und gut erkennbarer Topographie dabei. Sauerstoff Man sagt, in der Höhe wird die Luft “dünner”, d.h. der barometrische Druck nimmt mit der Höhe ab. Wie bei Bergsteigern ist es auch bei Segelfliegern notwendig, in großen Höhen der Umgebungsluft zusätzlich reinen Sauerstoff beizumischen, damit die Lunge ausreichend Sauerstoff bekommt. Ab 3500m Höhe ist es vorgeschrieben, Sauerstoff mit an Bord zu haben. Die heutigen elektronischen Geräte mischen dann immer die richtige Menge Sauerstoff in die Atemluft. Als Sauerstoffmaske wird normalerweise keine solche Maske wie aus den alten Militärfilmen verwendet - vielmehr kommen meist Sauerstoffbrillen wie man sie evtl. aus dem Krankenhaus kennt zum Einsatz. Sie sind leichter, schränken die Sicht weniger ein und man kann nebenher essen und trinken.
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Letzte Aktualisierung ( Freitag, 1. Dezember 2006 )
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